Mein Tagespraktikum in der Musikschule

Mein Girls Day am 28.03.2019

Ein Bericht von Marie-Carolin Kötter

 Pünktlich um 10:15 Uhr meldete ich mich in den Räumen der Musikschule in Rheinbach zum Girls Day 2019. Herr Kratzenberg, der Leiter der Musikschule, empfing mich und zusammen gingen wir in sein Büro.

Zunächst erklärte er mir das Tagesprogramm. Ich erhielt eine Einweisung in den Bürodienst sowie den zeitlichen Ablauf des Tages bei den einzelnen Musikschullehrern.

Danach fuhr ich mit Frau Tomaschewski in die Kita „Hopsala“ im Familienzentrum NRW, Schumannstr. 7 in Rheinbach. Dort fand meine erste Hospitation in Sachen Musikalische Früherziehung (MFE) statt.

Es handelt sich dabei um den ersten Einstieg in die Welt der Musik. Mit der Erzieherin erlernen die Kinder dort gemeinsames Musizieren auf elementaren Instrumenten sowie Tanzen und entwickeln erste musikalische Ideen. Auch schon kleine Kinder können so Musik mit allen Sinnen erleben.

Nach Rückkehr in die Geschäftsstelle hospitierte ich beim Leiter der Musikschule, Herrn Kratzenberg. Ich erhielt so einen informativen Einblick in die Verwaltung der Musikschule. Von 12.00 bis 13.00 Uhr kam dann schon die nächste Schnupperstunde mit Frau Breuer in Sachen MFE im integrativen Kindergarten „Rasselbande“.

Bei einem kleinen mittäglichen Imbiss erzählte mir Herr Kratzenberg Einzelheiten zum Werdegang des Berufsbildes Musikschullehrer.

Das Studium „‚Lehramt Musik“ findet an Musikhochschulen statt und dauert in der Regel sieben (Realschule) bis neun Semester (Gymnasium). Studieninhalte sind:

  • 1-2 Instrumente
  • Schulpraktisches Klavierspiel
  • Gesang
  • Ensembleleitung (Chor, Orchester, Bigband)
  • Musiktheorie (Gehörbildung, Tonsatz, Musikgeschichte)
  • Musikpädagogik und -didaktik
  • Medienpädagogik (Musik & Computer)

Vor dem Beginn des Studiums muss man eine künstlerische (praktische) und schriftliche (theoretische) Eignungsprüfung ablegen.

Ein Musiklehrer bringt Kindern (und manchmal auch Erwachsenen) das Musikzieren auf einem Instrument bei. Je früher man damit beginnt, umso leichter fällt einem das Lernen. Die große Herausforderung in diesem Beruf liegt in der Pädagogik. Menschen können nur dann erfolgreich lernen, wenn sie motiviert sind und lernen wollen ohne überfordert zu sein.

Ein Instrument zu lernen steigert die Persönlichkeitsentwicklung, die Teamfähigkeit und das soziale Verhalten.

Alles in allem also ein sehr wertvoller, kreativer Beruf!

Die nächsten Stationen fanden am Nachmittag in der KGS Bachstrasse bei Frau Simone im Fach Blockflöte statt. Danach folgten der Klarinettenunterricht bei Herrn Sahinoglu, der Hornunterricht bei Frau Rotermund und abschließend der Klavierunterricht bei Frau Riemer.

Mit meinem Fagott nahm ich zum Abschluss des Girls Days an der Ensemblearbeit des Jugendblasorchester der Tomburg-Winds unter der Leitung von David Witsch am SJG, Stadtpark 31 teil. Dieses Blasorchester ist für Kinder, die schon ca. 1 1/2 Jahre ein Holz-, Blechblas- oder Schlaginstrument lernen.  Dort bereiten wir gerade die Konzertsaison Sommer 2019 vor.

Der Girls Day war für mich ein überaus informativer und abwechslungsreicher Tag. Mein besonderer Dank gilt der Musikschule Rheinbach und ihrem Leiter, Herrn Claus Kratzenberg!